Wenn Veränderung Angst macht
Veränderung ist unbequem. Sie verlangt von uns, Vertrautes loszulassen. Doch genau darin liegt auch ihre transformative Kraft.
Stephanie Lucassen
Systemische Beraterin & Supervisorin
Menschen kommen zu mir, weil sie etwas verändern wollen. Eine Beziehung, einen Job, eine Lebensphase. Und doch ist genau diese Veränderung das, was ihnen am meisten Angst macht.
Das ist kein Widerspruch. Es ist menschlich. Unser Gehirn ist darauf programmiert, Vertrautes zu schätzen – auch wenn es uns nicht guttut. Das Bekannte fühlt sich sicher an, das Unbekannte bedrohlich.
Doch jede echte Veränderung beginnt mit dem Schritt ins Ungewisse. Mit dem Mut, die Sicherheit des Vertrauten loszulassen, ohne zu wissen, was als Nächstes kommt.
In meiner Arbeit unterstütze ich Menschen dabei, diesen Schritt zu wagen. Nicht durch Druck oder Ratschläge, sondern indem wir gemeinsam erkunden, was möglich wäre. Indem wir die Ressourcen sichtbar machen, die schon da sind. Indem wir kleine, machbare Schritte definieren.
Veränderung braucht Zeit. Und sie braucht Vertrauen – in sich selbst und in den Prozess. Wenn dieses Vertrauen einmal da ist, wird Veränderung von einer Bedrohung zu einer Einladung.
